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42 ist die Antwort – aber wie lautet die Frage?


BILD will rote Umschläge an GratisBILD-Verweigerer schicken

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Ich hatte hier schon einmal dazu aufgerufen der Lieferung einer kostenlosen BILD-Zeitung zu widersprechen. Nun gibt es Neuigkeiten zur Aktion, denn der Konzern reagiert auf die vielen Absagen.

Laut Bildblog und Carta, haben sich die Leute die bei der Axel Springer AG für die Verteilung der gratis BILD zum Zeitungsjubiläum zuständig sind, etwas cleveres ausgedacht, um die logistischen Probleme in Grenzen zu halten. Jeder der vorher einer Zustellung ausdrücklich nicht zugestimmt hat, bekommt am gleichen Tag einen großformatigen Umschlag per Infopost zugeschickt. So weiß der Verteiler gleich wem er keine BILD einwerfen darf. Jetzt geht die ganze Verweigerei wieder los, denn die Infopost kann man natürlich ebenso verhindern, wie das Blatt selbst.

Christian Sickendieck schlägt dazu folgenden Text vor:

Hiermit untersage ich der Axel Springer AG, Tochtergesellschaften, eventuellen Auftragsnehmern und anderen Vertragspartnern ausdrücklich, mir an die oben genannte Anschrift am 23.06.2012 oder an einem anderen Tag ohne meine vorherige schriftliche Einwilligung die BILD-Zeitung oder andere Erzeugnisse, insbesondere eine adressierte, großformatige Infopostsendung in einem auffälligen roten Umschlag, der Axel-Springer AG oder ihrer Tochtergesellschaften zuzustellen oder in den Briefkasten einzulegen oder durch Dritte zustellen oder in den Briefkasten einlegen zu lassen.

Ich habe meine Mail erneut über die Campactseite eine Mail geschickt und den Text folgendermaßen erweitert (Änderungen sind fett gedruckt)

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben Ihren Werbekunden angekündigt, am 23.06.2012 die von Ihnen verlegte BILD-Zeitung in einer Sonderausgabe an alle Haushalte in Deutschland zu verschenken. Ich möchte die BILD-Zeitung nicht geschenkt bekommen, weder als Sonder-, noch als reguläre Ausgabe.

Hiermit untersage ich der Axel Springer AG, Tochtergesellschaften, eventuellen Auftragsnehmern und anderen Vertragspartnern ausdrücklich, mir an die oben genannte Anschrift am 23.06.2012 oder an einem anderen Tag ohne meine vorherige schriftliche Einwilligung die BILD-Zeitung oder andere Erzeugnisse sowie jegliche Infopost der Axel-Springer AG oder ihrer Tochtergesellschaften zuzustellen oder in den Briefkasten einzulegen oder durch Dritte zustellen oder in den Briefkasten einlegen zu lassen. Dies gilt insbesondere auch für einen roten großformatigen Umschlag.

Ferner untersage ich Ihnen ausdrücklich, meine persönlichen Daten zu einem anderen Zwecke zu verwenden, als es für die logistische Umsetzung meines hier formulierten Anliegens zwingend notwendig ist und fordere Sie auf, anschließend sämtliche Daten umgehend und restlos zu löschen.

Mit freundlichen Grüßen

Ich hoffe, dass auch die Aktionsseiten ihre Texte entsprechend erweitern. Außerdem sollten alle die schon widersprochen haben erneut eine Mail an BILD schicken.

Übrigens: Wenn wirklich gilt, dass schlechte PR besser ist als gar keine, dann ist die Aktion der BILD schon jetzt ein Erfolg

Nachtrag: Wenn man nicht nur widersprechen will, sondern auch an seinem Briefkasten ein Zeichen setzen will, kann man bei INnUP 10 kostenlose Sticker bestellen. Dazu muss nur ein rückadressierter und rückfrankierter Umschlag (bis 20.06.) an die Druckerei geschickt werden.

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5 Comments

  1. Eine Gratis-Bild in meinem Briefkasten alle 60 Jahre. Dann lese ich sie eben oder aber auch nicht. Danach kommt sie in die Altpapiertonne.

  2. Hallo, mir war diese Aktion der Springerpresse bisher nicht bekannt. Die Variante mit dem roten großformatigen Umschlag ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten. Da Springer mit seiner Bild online, anders als die meisten großen Verlagshäuser, im Internet sehr gut aufgestellt ist, bleibt zu vermuten, dass die Zeitung (sicher nicht mehr in Papierform) auch in 60 Jahren noch existieren wird.

    Grüße

  3. Ich bin fasziniert. Lese zum ersten mal von der Aktion. Schade an der Gratisbild ist nur, das sie einlagig ist, ansonsten wäre sie ja vielleicht doch zu was zu gebrauchen :)
    Was passiert eigentlich, wenn dennoch eine Bildzeitung bei dir eingeworfen wird?

    • Wenn trotz Verweigerung eine BILD eingeworfen wird, kannst du der Axel Springer AG eine Abmahnung schicken und eine Unterlassungserklärung einfordern. Beim adressierten (roten) Brief bin ich mir leider nicht so sicher…

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