Der Euro ist jetzt tatsächlich schon 10 Jahre im Umlauf. Und ich konnte von Anfang an an das sentimentale Unsere-schöne-alte-Mark-ist-fort-Geheule nicht verstehen. Ich finde es einfach spannend, wenn viele Staaten sich eine einigen und eine Einheit prägen. Wenn man dann das ganze politisch auch stärker macht und die Nationalstaaten zunehmend an Bedeutung verlieren, dann wären wir auf dem richtigen Weg und hätten auch diese dusseligen Währungskrise nicht (oder nicht in der Art).

Aber mir geht es hier eigentlich um etwas ganz anderes, denn das schöne am Euro ist, dass es verschiedenste Länderprägungen gibt. Ganze Heerscharen von Sammelwütigen, konnten sich mit Heftchen, Katalogen und sonstigem Utensil ausstatten um auf die Jagd zu gehen um kleine Metallscheibchen zu archivieren. Die Scheine sind identisch, aber dennoch an verschiedenen Orten gedruckt. Sie unterscheiden sich also durch Druckereicode und individueller Scheinnummer (beginnt diese mit einem X ist es z.B. ein deutscher Schein).

Das macht sich die Internetseite Eurobilltracker (Anmerkung: Dies ist ein Ref-Code auch wenn ich nicht genau weiß, was es mir bringen soll, denn Geld o.ä gibt es für geworbene Mitglieder nicht) zu nutze. Trägt man dort eine Banknote ein, kann man deren Weg durch Europa verimage0folgen, sofern jemand anderes dies auch tut. Und das ist auch ein wenig der Haken, denn die Erfolgsquote ist bisher nicht so berauschend. Derzeit sind 99 935 082 Scheine eingetragen wovon 589 727 wieder gefunden wurden (Treffer genannt), das sind knapp 0,6% und so muss man doch einige Scheine eintragen, bis man einen Treffer landet. Allerdings gab es schon in diesem noch jungen Jahr eine ganze Anzahl von Treffern, die sich über den kompletten Euroraum erstrecken. Gibt man jedoch fleißig seine Scheinchen ein, dann vergrößert das natürlich die Chancen ungemein und so hatte ich schon spanische, italienische und niederländische Scheine. So ein Schein, kann also ganz schön weit reisen, denn der internationale Flugverkehr und die Tatsache, dass auch Länder außerhalb des Euroraums den Euro akzeptieren lassen es also mal 16523 km werden. Und obwohl die meisten Scheine nach etwa zwei Jahren ausgetauscht werden gibt es auch ältere im System.

Beginnt man erst mal damit, merkt man, dass man ganz schön viel Geld in den Händen hat, denn aus dem 50er  vom Bankautomaten werden beim Bäcker schnell mal 3 Scheine und aus diesen wiederum ein paar mehr. Möchte man die Scheindaten von unterwegs eintragen, gibt es wohl auch eine Android-App, wie gut diese ist kann ich allerdings nicht sagen. Alles in allem ist es einfach eine nette Spielerei und wenn man nicht permanent auf die Statistiken schielt kann es einfach Spaß machen, auf den ersten Treffer zu warten.