image0Gestern waren wir in einem schwedischen Möbelhaus - an einem Samstag - wie all die anderen auch. Aber echte IKEA-Gänger wissen: Nur dann macht es richtig Spaß. Was wäre denn ein echter Ausflug zu den blaugelben ohne volle Gänge, gelangweilte Freunde/Ehemänner und übereifrige Mütter die den Neustudenten helfen die Bude einzurichten, während die flügge Brut ganz andere Vorstellungen, aber nicht den Geldbeutel, hat.

Dazu kommen noch die Kinder und “echten IKEA-Gänger“, die in dem ganzen Einrichtungshaus doch eher einen großen Spielplatz sehen. Kinder werden wohlweislich  im Småland abgegeben die Frau eines Freundes und die meinige  müssen mit zwei der anderen Sorte durch die Flure wandeln und probieren so auszusehen, als würden sie nicht dazugehören.

Gestern kam neben den ganzen Kundendurchsagen (Der Fahrer des Wagens XY wird gebeten undsoweiterundsofort) eine interessante, die wir so noch nie gehört hatten:

Code 300 im Småland! Ich wiederhole: Code 300 im Småland!

Was passiert da? Die Phantasie beginnt zu schweifen. Eine Kindesentführung? Die Pipi-Langstrumpf Endlos-DVD ist doch mal stehen geblieben? Alle Kugeln im Bad haben spontan eine Gewerkschaft gegründet und befinden sich ab sofort im Streik?

Code 300 wurde aufgehoben! Ich wiederhole: Code 300 wurde aufgehoben!

Na, Gott sei Dank! Die knallharte Eingreiftruppe die SSG hat es mal wieder geschafft, die Kugelwellen geglättet und Schlimmeres verhindert.

Die Neugierde musste befriedigt werden und so habe ich  den investigativen Journalisten gemimt und die freundliche Dame in blaugelber Gewandung am Eingang einem knallharten Interview unterzogen.

Des Rätsels Lösung: Ein Kind hatte sich ein wenig verletzt und man hatte wohl vorsorglich Code 300 ausgerufen-  aber es stellte sich heraus, dass es doch nicht so schlimm war wie zuerst vermutet.

Gut dass dem Kind nichts passiert ist, aber Schade, dass sich des Rätsels Lösung als so profan herausstellte.

Nichtwissen schreibt eben doch die besseren Geschichten.