*|Mako Reactor|Auf vielen Produkten kleben inzwischen Labels wie: Klimafreundlich, Gut zur Umwelt, CO:sub:`2`-arm, usw.. Doch haben diese wirklich was zu bedeuten? Meist nicht, denn es ist oft nicht mehr Wert als jeder andere Werbespruch. Viele Konsumenten lassen sich verwirren und greifen trotz irreführender Werbung zu dem Produkt. Nun versuchen Verbraucherschützer gegen solche Werbung vorzugehen.*

Der Bundesverband der Verbraucherzentrale hat in einer Umfrageherausbekommen, dass  die oben genannten Begriffe den Verbraucher verwirren. Demnach “glauben 23,5 Prozent der Befragten, dass ein als “klimaneutral” bezeichnetes Produkt das Klima gar nicht belasten, 40,8 Prozent sind überzeugt, dass es für das Klima weniger schädlich ist und jeder Zehnte ist der Meinung, dass eine “klimafreundliche” Ware das Klima gar nicht belastet.”  11% der Befragten würden bei “klimafreundlich”  sogar an neue Autos. Das ist aber schlicht falsch. Neue Autos sind zwar deutlich weniger schädlich, als ältere der gleichen Größe aber sie sind keinesfalls freundlich.

Schaut man sich aber mal an, was alles mit solchen Werbesprüchen in den Verkauf kommt ist klar, dass nicht nur in der Automobilindustrie erfolgreich Greenwashing betrieben wird. Im Grunde kleben die grünen Sticker auf allem was auch nur ein bisschen weniger schädlich ist als der Durchschnitt oder das Vorgängermodell.

Kann man sich vor solcher Irreführung überhaupt schützen? Ja kann man.

  1. Hirn einschalten! - Vor dem Kauf eines Produktes sollte man objektiv beurteilen, ob denn alle Versprechungen des Herstellers stimmen. Man sollte sein Gewissen nicht zu leicht beruhigen lassen. Ich kaufe ja auch kein Bier, nur weil der Brauer es als das Beste der Welt tituliert.
  2. Auf Siegel und Testergebnisse schauen! - Unabhängige Umweltsiegel und Testberichte bestätigen und zertifizieren ein Produkt. Aber Achtung! Immer darauf schauen wer testet und welche Standards angesetzt werden. Obwohl beides Umweltsiegel sind gibt es große Unterschiede zwischen dem Bio-Siegel und Demeter.
  3. Wehren! - Die Verbraucherschützer haben eine Seite geschaltet, über die man solche Werbung melden kann. Die Hinweise sollen geprüft werden und wenn möglich wird dagegen juristisch Vorgegangen. Das geht, da irreführende Werbung verboten ist (vgl. dazu).

*Fhoto von: `DaveFayram <http://www.flickr.com/photos/9511824@N05/3493724384/>`__*

Lexikon von Juraforum.de