Heute beim Einkaufen hab ich entdeckt, dass endlich die Weihnachtsware draußen ist. Ich habe nichts sehnlicher erwartet. Es ist draußen warm, die Schwimmbadsaison ist noch nicht zu Ende und die Sommerferien sind gerade zu Ende gegangen. Dann ist doch ein Christstollen genau das richtige.

Zum Verzehr geht man am Besten an den nächsten Baggersee oder einfach mal in den Biergarten.

Ein altes Sprichwort besagt: *Feste soll man feiern, wie sie fallen.*

Der Einzelhandel hat davon wohl noch nichts gehört. Ich finde es pervers. Man kauft ja auch keine Schultüte, nur weil das Kind gerade in den Kindergarten gekommen ist.

Oder bietet man einem knapp 50jährigen schon mal den ersten Rollator an?

Ich glaube nicht und ich kann auch einfach nicht glauben, dass es den Umsatz ankurbelt, wenn man die Ostereier Ende Januar und die Christstollen Anfang September in die Regal räumt.

Vielleicht wird es ja gekauft, das glaube ich sogar, aber kaufen die Leute dadurch mehr Kuchen? Oder lassen sie doch einfach den Zitronenkuchen im Regal stehen, wenn sie einen Christstollen kaufen.

Die Evangelische Kirche hat dazu eine Aktion gestartet: Advent ist im Dezember, leider hängt die EKD dem Einzelhandel hinterher, während der Weihnachtswahnsinn schon Anfang September boomt, kommt die neue Homepage erst Ende Oktober.

Da muss man nächstes Jahr schneller sein und vorher den mündigen Konsumenten sensibilisieren.