Liomans Blog - regenwaldhttps://lioman.de/42 ist die Antwort – aber wie lautet die Frage?Mon, 22 Mar 2010 16:04:00 +0100Greenpeace gegen Nestléhttps://lioman.de/2010/03/greenpeace-gegen-nestle/<p><strong>Schon auf vielen Kanälen, Plattformen und Blogs ist der Greenpeace-Spot gegen Palmölbenutzung bei Kitkat (Nestlé) aufgetaucht und auch ich möchte ihn mit ein paar Nebenbemerkungen hier&nbsp;posten.</strong></p> <p><a href="https://invidious.adminforge.de/watch?v=IzF3UGOlVDc" class="youtube_video" alt="YouTube Video" title="Click to view on YouTube" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> <img width="640" height="480" src="https://invidious.adminforge.de/vi/IzF3UGOlVDc/sddefault.jpg"> </a></p> <p>Zudem möchte ich noch auf ein paar  andere Seiten&nbsp;verweisen:</p> <p><em>Mirko Lange</em> beschäftigt sich mit dem Spot <a href="http://talkabout.posterous.com/greenpeace-vs-nestle-gerechter-kampf-um-die-s">selbst</a>. Er hinterfragt kritisch, ob eine Organisation wie Greenpeace so handeln darf, wie sie es in diesem Fall tut und meint die Ökoaktivisten seien dieses Mal über das Ziel hinaus geschossen. Ich bin der Meinung, das die Kampagne nicht nur gerechtfertigt sondern auch zwingend notwendig ist. Verschiedene Argumente dafür findet man unter den Kommentaren bei Langes Artikel, die man auf jeden Fall dazu lesen sollte. Möchte man sich weiter zur Problematik um Palmöl informieren gibt es bei jeder größeren Umweltschutzorganisation ausreichend&nbsp;Material.</p> <p>Wichtig ist es die Herkunft von Palmöl generell zu hinterfragen. Nestlé verarbeitet laut eigener Aussage nur einen geringen Teil der Weltweiten Produktion (und widerspricht sich mit den genauen Zahlen&nbsp;selbst).</p> <p><img alt="Orang-Utan" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d7/Orang2.jpg/512px-Orang2.jpg"></p> <p><em><a href="http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html"><span class="caps">GFDL</span></a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/"><span class="caps">CC</span>-<span class="caps">BY</span>-<span class="caps">SA</span>-3.0</a> or <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/"><span class="caps">CC</span> <span class="caps">BY</span>-<span class="caps">SA</span> 2.5</a>, by Oliver Spalt (Own work), from Wikimedia&nbsp;Commons</em></p> <p>Es stimmt, das nicht nur in Kitkat Palmöl verarbeitet wird (was die Sache nicht besser macht). Besonderst Kosmetika und Waschmittel sind erst einmal verdächtig. Besonders Letztere stellen ein spezielles Problem dar, denn für den Konsumenten ist überhaupt nicht ersichtlich was für ein Grundstoff für die Produktion der Tenside benutzt wurde. Bei Schokoladenprodukten kann man durch die Angabe &#8220;Pflanzenöl&#8221; zumindest erahnen, dass nicht nur Sonnenblumenöl verwendet&nbsp;wurde.</p> <p>Will man sich sicher sein, kann man auf entsprechende Ökosiegel bauen und/ oder sich diese <a href="http://www.borneoorangutanhilfe.de/weisse-liste-palmoel.html">Weiße-Liste-Palmöl</a> zu Gemüte&nbsp;führen.</p>liomanMon, 22 Mar 2010 16:04:00 +0100tag:lioman.de,2010-03-22:/2010/03/greenpeace-gegen-nestle/Politik und Gesellschaftgreenpeacekitkatnestléorang-utanregenwaldumweltschutzvideoVerantwortungsvolles Unternehmertumhttps://lioman.de/2009/07/verantwortungsvolles-unternehmertum/<p>Zur Mittagspause möchte ich eine Nachricht des <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/adidas-folgt-greenpeace-aufruf;2437691">Handelsblattes</a> aufnehmen. Thomas Mersch berichtet, dass Adidas nun Nike folgt und auf Leder verzichtet, dass im Amazonasgebiet produziert wurde. Die Sache kam durch einen Bericht von Greenpeace ins Rollen. <em>Slaughtering the Amazon</em> gibt es als <span class="caps">PDF</span> in der Kurzversion zum <a href="http://web.archive.org/web/20120901020951/http://www.greenpeace.de:80/fileadmin/gpd/user_upload/themen/waelder/SlaughteringTheAmazon_ExecSumm.pdf">herunterladen</a>. Dem Bericht zufolge ist die Rinderzucht nicht nur für immensen <span class="caps">CO</span><sub>2</sub>-Ausstoß verantwortlich sondern auch für 80% der Rodung im brasilianischen Urwald bzw. 14% weltweit. Die Nutzung dieser Flächen senken die Produktionskosten erheblich und so gibt es nicht nur viel billiges Fleisch, sondern eben auch Leder. Davon profitieren große internationale Unternehmen, die dieses zum Beispiel für Schuhe verarbeiten. Nike hat auf diesen Bericht hin angekündigt, dass sie auf Leder von Lieferanten verzichten wollen, die - nach sozialen und ökologischen Gesichtspunkten - mehr als problematisch&nbsp;produzieren.</p> <p>Greenpeace nahm diese Ankündigung positiv auf und so sagte deren Waldexperte, Oliver Salge, auf <a href="http://web.archive.org/web/20120823021605/http://www.greenpeace.de:80/themen/waelder/nachrichten/artikel/just_do_it_nike_setzt_auf_urwaldfreundlich_produziertes_leder/">greenpeace.de</a>:</p> <blockquote> <p>Nike macht das einzig Vernünftige und lehnt die Zerstörung des Amazonas schlicht ab. Andere Schuhhersteller wie Adidas, Clarks und Geox sollten sich daran ein Beispiel nehmen und für den Konsumenten nachvollziehbar sicherstellen, dass ihre Schuhe nicht die weitere Zerstörung des Amazonas fördern. Es wird endlich Zeit für eine Politik der&nbsp;Null-Entwaldung.</p> </blockquote> <p>Adidas hat nun auch angekündigt, dass sie kein Leder aus dem Amazonasgebiet verwenden und, laut Handelsblatt, ein Kontrollsystem binnen eines Jahres aufbauen wollen. Adidas scheint also nicht nur um das soziale, sondern auch das ökologische Image bemüht zu sein. So schnitten die Laufschuhe im <a href="http://www.test.de/themen/bildung-soziales/test/-Laufschuhe-CSR/1781959/1781959/1778952/">test 06/2009</a> am Besten ab und das Unternehmen entwickelt sich wohl zu einem&nbsp;Verantwortungsvollen.</p> <p>Was umweltverträgliche Produktion angeht muss der fränkische Sportartikelhersteller noch einiges nachlegen. Oben zitierten Experten geht die Ankündigung nicht weit&nbsp;genug:</p> <blockquote> <p>Zwar begrüßt Greenpeace den Schritt von Adidas, Lederprodukte abzulehnen, die mit der Zerstörung des Regenwaldes in Verbindung gebracht werden können. Dennoch greift die neue Richtlinie in einem wichtigen Punkt zu kurz: Adidas setzt seinen Lieferanten keine Frist zur Beendigung der Urwaldzerstörung. Es ist möglich, dass Adidas immernoch Leder für Sportschuhe von Lieferanten kauft, die die Urwälder für neue Rinderweiden weiter zerstören und einfach bloß Adidas mit Rindsleder aus anderen Gebieten&nbsp;beliefern.</p> </blockquote> <p>Man kann nur hoffen, dass nun auch andere Unternehmen wie Adidas, Nike und Geox handeln und nachziehen. Außerdem wäre eine unabhängige Kontrollstelle sinnvoll. Diese könnte Produkte entsprechend&nbsp;zertifizieren.</p>liomanTue, 28 Jul 2009 16:29:00 +0200tag:lioman.de,2009-07-28:/2009/07/verantwortungsvolles-unternehmertum/politik und gesellschaftadidasgreenpeaceledernikeregenwaldschuheumweltverantwortungsvoll