Liomans Blog - Privatsphärehttps://lioman.de/42 ist die Antwort – aber wie lautet die Frage?Mon, 06 Dec 2010 15:10:00 +0100Den Referrer kontrollierenhttps://lioman.de/2010/12/den-referer-kontrolieren/<p>Viele Seiten, sammeln alle möglichen Daten und man weiß nie genau, was alles damit angestellt wird. Im Grunde geht es aber immer darum Profile zu erstellen. Die <span class="caps">IP</span> ist nicht immer ohne weiteres zu verschleiern (nimmt man Geschwindigkeitseinbusen hin geht es recht gut über <span class="caps">TOR</span>). Aber es gibt ja noch ein paar andere Daten, die der Browser an jede Website&nbsp;übermittelt.</p> <p>Im <a class="reference external" href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Referrer">Referrer</a> steht immer die letzte Seite drin, also von woher man gekommen ist. Das möchte man aber nicht jeden Webmaster wissen lassen und so gilt es dies zu kontrollieren. Das Problem dabei: Einfach ausschalten ist nicht wirklich sinnvoll, da es für manche Funktionen sogar benötigt&nbsp;wird.</p> <p>Für den Firefox gibt es ein nützliches Add-On: <a class="reference external" href="https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/953/">RefControl</a></p> <p>Die Erweiterung nistet sich in der Statuszeile ein und kann so einfach an und ausgeschaltet werden. Klickt man rechts drauf, kommt man in die&nbsp;Optionen.</p> <p>Zuerst sollte man den Standard auf &lt;Ersetzten&gt; stellen. Dann sieht es für jede Seite so aus, als habe man die Adresse direkt eingegeben. Nun kann man noch für bestimmte Seiten Extraregeln erstellen, die Meisten Seiten werden aber mit dieser Einstellung keine Probleme&nbsp;haben.</p> LiomanMon, 06 Dec 2010 15:10:00 +0100tag:lioman.de,2010-12-06:/2010/12/den-referer-kontrolieren/DigitalAdd-onAddonErweiterungfirefoxPrivatsphäreReferrerSicherheitFacebook Like und Share blockierenhttps://lioman.de/2010/11/facebook-like-und-share-blockieren/<p>Überall im Netz tauchen die Like und Share-Knöpfe des Sozialen Netzwerkes Facebook auf. Und das ist problematisch, denn mit diesen können die Datensammler sehr genau sagen, welche Seiten man ansurft - ob man in <span class="caps">FB</span> eingeloggt ist oder nicht. Obwohl ich das Netzwerk selbst nutze möchte ich eigentlich immer die Kontrolle darüber haben, welche Daten ich dort veröffentliche und an die Server schicke. Deswegen blocke ich Facebook ab jetzt überall - außer auf&nbsp;Facebook.</p> <p>Für Chromium/Chrome gibt es die netter Erweiterung <a class="reference external" href="https://chrome.google.com/extensions/detail/ejpepffjfmamnambagiibghpglaidiec">Facebook&nbsp;Disconnect</a></p> <p>Surft man meistens mit dem Firefox ist es einfacher einen Filter in <a class="reference external" href="https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/1865/">AdblockPlus</a>&nbsp;einzustellen.</p> <p>Einfach folgende Zeilen&nbsp;eintragen:</p> <pre class="literal-block"> ||fbcdn.net$domain=~www.facebook.com ||facebook.net$domain=~www.facebook.com ||facebook.com$domain=~www.facebook.com </pre> LiomanMon, 29 Nov 2010 18:22:00 +0100tag:lioman.de,2010-11-29:/2010/11/facebook-like-und-share-blockieren/DigitalBlockierenDatenschutzErweiterungFacebookPrivatsphäreSicherheitVogelperspektive und keiner schreit danachhttps://lioman.de/2010/11/vogelperspektive-und-keiner-schreit-danach/<div class="figure align-right"> <a class="reference external image-reference" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Juvenile_pelecanus_occidentalis_in_flight.jpg"> <img alt="Juvenile pelecanus occidentalis in flight" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/75/Juvenile_pelecanus_occidentalis_in_flight.jpg/256px-Juvenile_pelecanus_occidentalis_in_flight.jpg" style="width: 256px;" /> </a> <p class="caption">Juvenile pelecanus occidentalis in flight, © Frank Schulenburg, via <a class="reference external" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Juvenile_pelecanus_occidentalis_in_flight.jpg">Wikimedia&nbsp;Commons</a></p> </div> <p>Ich hatte <a class="reference external" href="/google-ist-boese-die-telekom-nicht">hier</a> schon über die Möglichkeit Häuser auf der Telefonbuch-Seite aus vier Richtungen in Vogelperspektive anzeigen zu lassen. Klar es ist noch ein bisschen weiter entfernt, als Google StreetView, aber viele Personenbezogene Daten sind direkt verknüpft - StreetView ist halbwegs Anonym. Ich habe mich gefragt, warum um StreetView so ein geschrei gemacht wird, während andere ähnliche Dienste ohne Probleme starten konnten. Viele sind einfach kleiner und unbekannter - andere konnten dies vielleicht auch einigermaßen unbeobachtet machen, da alle Augen auf Google gerichtet&nbsp;wurden.</p> <p>Bei dem Angebot von dastelefonbuch.de ist es jedoch so, dass ein bekannter Anbieter den Dienst anbietet und dies schon seit einer ganzen Zeit. Auf Anfrage per Mail erhielt ich folgende&nbsp;Antwort:</p> <blockquote> [&#8230;]Die Vogelperspektive ist seit Mitte Dezember 2007 live.[&#8230;]</blockquote> <p>2007? Nicht mal in der Nähe der Debatte um Google. Seit knapp 3 Jahren kann man direkt auf Karten nach Namen suchen, bekommt Telefonnummern und Adressen von Privatpersonen geliefert und kann auch noch &nbsp;von schräg oben, das ganze Haus einsehen und keiner graut aus? Keine große Debatte von verletztem Persönlichkeitsrecht und anderem Schmarrn wird losgetreten - nicht mal bei einem Unternehmen, dass in den letzten Jahren wieder und wieder in den Schlagzeilen wegen Datenschutzverletzungen&nbsp;war!</p> <p>Eine wirkliche schlüssige Erklärung , warum Unternehmen von Gesellschaft&nbsp;und Medien so unterschiedlich behandelt werden ist mir nicht klar. Vielleicht ist Google schlicht zu nett und sollte die Möglichkeit, sein Haus auszugrauen einfach wieder&nbsp;abschaffen.</p> LiomanFri, 26 Nov 2010 15:34:00 +0100tag:lioman.de,2010-11-26:/2010/11/vogelperspektive-und-keiner-schreit-danach/Politik und GesellschaftPrivatsphäreStreetViewTelekomVogelperspektiveGoogle ist Böse - Die Telekom nichthttps://lioman.de/2010/11/google-ist-boese-die-telekom-nicht/<p>Manche Leute meinen sie hätten irgendein ominöses Persönlichkeitsrecht, dass auch die Fassade des Gebäudes schützt in dem sie wohnen oder arbeiten. Das ist natürlich großer Quark und hoffentlich gibt es auch nie ein Gesetzt, dass solche Animösitäten unterstützt. Man darf bei allem Engagement für Datenschutz und Privatspäre nicht vergessen, dass es so etwas wie einen öffentlichen Raum gibt, der genauso vor privaten Übergriffen geschützt werden muss wie das Private vor der&nbsp;Öffentlichkeit.</p> <p>In letzter Zeit gab es eine große Debatte um den Dienst Google StreetView. Google hat die Möglichkeit eingeräumt, Häuser verpixeln zu lassen. Einmal vor dem Start und auch weiterhin über einen simplen Klick <a class="reference external image-reference" href="https://lioman.de/images/Problem_melden.jpg"><img alt="image0" class="alignright size-full" src="https://lioman.de/images/Problem_melden.jpg" style="width: 117px; height: 37px;" /></a>in jedem StreetView Bild. Das ist wirklich großzügig, denn rechtlich muss das gar nicht geschehen, es sei denn es geht wirklich um erkennbare&nbsp;Personen.</p> <p>Auch halte ich Ängste vor Eigentumdelikten, die durch den Onlinedienst vereinfacht werden sollen für vollkommen überzogen, aber Angst kann man schwierig objektiv&nbsp;beurteilen.</p> <p>Interessant finde ich allerdings, dass viele wohl bei anderen Diensten gar keine Bedenken haben sich bzw. ihr Haus zu zeigen. So haben sich manche Kritiker direkt vor ihrem Haus und unverpixelt von Medien interviewen lassen, nur um danach einen hässlich grauen Fleck im Onlinestadtbild zu&nbsp;hinterlassen.</p> <p>Und es gibt auch schon seit einiger Zeit andere Dienste im Netz, die ähnliches wie Google anbieten, bei derern Veröffentlichung aber niemand danach geschrien hat. So bietet die Telekom über die Seite <a class="reference external" href="http://telefonbuch.de">telefonbuch.de</a> nicht nur eine praktiche Kartenansicht, sondern auch die Möglichkeit die gesuchte Adresse aus der Vogelperspektive aus den vier Himmelsrichtungen&nbsp;anzuschauen.</p> <p>Schaut man nun bei Google nach der <a class="reference external" href="http://goo.gl/maps/fnNc">Goethestraße 63 in Berlin</a> bekommt man nur das verpixelte Gebäude zu&nbsp;sehen.</p> <p><a class="reference external image-reference" href="https://lioman.de/images/Goethestrasse63_SV.jpg"><img alt="Verpixelte Goethestrasse63 auf StreatView" class="aligncenter size-medium" src="https://lioman.de/images/Goethestrasse63_SV-300x197.jpg" style="width: 300px; height: 197px;" /></a></p> <p>Im Telefonbuch jedoch, bekommt man sogar noch das Hinterhaus präsentiert (Klick für große&nbsp;Ansicht):</p> <p><a class="reference external image-reference" href="https://lioman.de/images/Goethestrasse63_TelBuch.jpg"><img alt="image2" class="aligncenter size-medium" src="https://lioman.de/images/Goethestrasse63_TelBuch.jpg" style="width: 300px; height: 173px;" /></a></p> <p>Warum ist das so? Ist die Telekom einfach ein anständiges deutsches Unternehmen und darf damit Bilder von Häusern ohne Widerspruch veröffentlichen? Können da auch diverse Datenskandale beim ehemaligen Staatskonzern nicht daran rütteln? Wird einfach mit zweierlei Maß gemessen? Oder ist Google in dem Fall schlicht zu&nbsp;nett?</p> <p>Update: Mit diesem <a class="reference external" href="https://www1.dastelefonbuch.de/?cmd=detailorten&amp;mrX=190958&amp;mrY=171528&amp;mrSdid=www1&amp;mrIdEnc=*%26%15*%b1%5b%5dZ%d2Uw%9d%94%8d%08%fa&amp;mrVersion=2938707&amp;mrRecuid=EILCYLRWM5NQIXKOO5C7HYE2W4JJPSFWTGFBQAI&amp;mrPr=LCC_GERMANY_BESSEL&amp;mrOrt=Berlin&amp;mrPlz=10625&amp;mrHn=63&amp;mrSt=Goethestr.&amp;mrName=KlagesChristliebRechtsanwalt&amp;mrBaseUrl=http://www1.dastelefonbuch.de/?la=de&amp;amp;bi=1&amp;amp;kw=Klages+Christlieb+Rechtsanwalt&amp;amp;district=Charlottenburg&amp;amp;ci=Berlin%2FCharlottenburg&amp;amp;ciid=3336&amp;amp;taoid=00001010000012210112418113700001012201&amp;amp;ort_ok=1&amp;amp;vert_ok=1&amp;amp;buab=300000&amp;amp;cifav=0&amp;amp;searchid=13511_1522_20101124181137420_36975510710716_0122&amp;amp;mdest=sec1.www1&amp;mrInsUrl=&amp;amp;cmd=detail&amp;amp;recSelected=0&amp;amp;sp=38&amp;amp;aktion=38&amp;mrListUrl=&amp;amp;recSelected=&amp;amp;cmd=search&amp;amp;sp=38&amp;amp;aktion=49&amp;other=a41000&amp;verl=1126&amp;bi=1&amp;kw=KlagesChristliebRechtsanwalt&amp;ci=Berlin/Charlottenburg&amp;buab=300000&amp;sp=50&amp;aktion=52&amp;la=de">Link</a>, kommt man direkt zum Haus im Telefonbuch - einfach noch auf Vogelperspektive&nbsp;klicken.</p> LiomanFri, 19 Nov 2010 15:18:00 +0100tag:lioman.de,2010-11-19:/2010/11/google-ist-boese-die-telekom-nicht/Politik und GesellschaftBilderGooglePrivatsphäreStreetViewTelekomverpixeltSie sind überall!!!https://lioman.de/2008/11/sie-sind-berall/<p>Wer? Die Aliens? Die <span class="caps">CIA</span>? Die&nbsp;Körperfresser?</p> <p>Nein, die mediengeilen, sensationslüsternen <strong>Volksspanner</strong> der <span class="caps">BILD</span>.</p> <p>Leserreporter, die für das Flaggschiff des Schmuddeljournalismus, spionieren, sich über Grenzen hinwegsetzen, die Privatsphäre und Menschenwürde ihrer Mitmenschen missachten und mit Füßen&nbsp;treten.</p> <p>Ein Unfall passiert, einem Menschen geht es wirklich schlecht und er braucht Hilfe und Mitgefühl, doch anstatt auf den Menschen zu zugehen, ihm die helfende Hand zu reichen begegnen ihm in der Not kalte technische Geräte. Helfende Geräte, wie Defibrillatoren? Nein Handys und Kameras. Kalt beobachtende Linsen denen Menschlichkeit <strong>scheißegal</strong>&nbsp;ist.</p> <p>Und wer macht wirklich sein Geld damit? Die&nbsp;Bild</p> <p>Wenn es so gut klappt, dann kann man das doch ausbauen nur soll es in Zukunft weniger Bild und mehr Video&nbsp;sein.</p> <p>Deswegen, so kündigt Kai Diekmann in einer <a href="http://www.axelspringer.de/presse/BILD.de-Kamera-fuer-Video-Leserreporter-Kai-Diekmann-Naechster-Schritt-in-der-Medienevolution_451856.html">Pressemitteilung</a> an, will man die Leserreporter mit Hilfe von <span class="caps">LIDL</span> mit günstigen Videokameras ausrüsten, die bei Anschluss an den <span class="caps">PC</span> auch gleich mal das Videoportal der <span class="caps">BILD</span>&nbsp;öffnen.</p> <p>In Zukunft wird also noch weniger Zeit zum Helfen sein, da Hobbysplatterregisseure mit 70€-Kameras vor der Nase lieber in Fremder Leute Menschenwürde rumwühlen, als wären Sie das Auto, dass die Gedärme des Opfers über die Straße verteilt.Aufhalten lässt sich das wahrscheinlich leider nicht so schnell und so wird es heißen: <a href="http://wortvogel.de/?p=2657">Jedem Arschloch seine&nbsp;Kamera.</a></p> <p><span class="caps">BILD</span>&#8217;s Leserreporter sind und bleiben einfach ein Gesellschaftlicher Unfall, eine Krankheit, deren Erreger man auch noch hegt und&nbsp;pflegt.</p> <p>Die ganze Missere ist in einem Lied von Bodo Wartke zusammengefasst: <a href="http://bodowartke.de/seiten/index.php?nav=45&amp;medien_id=34">Gaffer 2000</a> Auf Youtube gibt es dazu leider nur eine&nbsp;Coverversion.</p> <p><strong><span class="caps">UPDATE</span></strong>: Die Coverversion ist nicht mehr erreichbar, dafür das&nbsp;Original:</p> <p><a href="https://invidious.adminforge.de/watch?v=wnyIopW3290" class="youtube_video" alt="YouTube Video" title="Click to view on YouTube" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> <img width="640" height="480" src="https://invidious.adminforge.de/vi/wnyIopW3290/sddefault.jpg"> </a></p>liomanThu, 27 Nov 2008 12:22:00 +0100tag:lioman.de,2008-11-27:/2008/11/sie-sind-berall/politik und gesellschaftaufregerbildgafferkai diekmannleserreporterlidlmenschenwürdeprivatsphärevideo