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42 ist die Antwort - aber wie lautet die Frage?

Tag: Internet (page 1 of 7)

Google – Jetzt auch noch Domains

Ein Generalist

Google wird mehr und mehr ein Internetgeneralist. Google ist schon lange nicht mehr einfach nur ein Suchmaschinenanbieter. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren mehr und mehr seine Geschäftsfelder auf andere Bereiche ausgeweitet. Dabei sind nicht nur einfach mehr Datenquellen für die Suche entstanden, sondern auch Infrastruktur, die überhaupt erst den Zugang zum Netz ermöglichen. Ein Beispiel wäre Google Fiber (derzeit nur in den USA), aber auch kostenloses WIFI-Hotspots in Unternehmen (noch eher ein Gerücht), oder auch die (sehr schnellen) DNS-Server.

Laut diverser Artikel steigt Google nun auch in das Geschäft mit der Registrierung von Domains ein. Die dazu gestartete Seite, spricht von ein paar netten Feature, wie z.B. Telefonsupport aber auch die Standards wie Subdomains werden angeboten. Wer jetzt gleich seine Seiten zu Google umziehen möchte, oder dutzende neue registrieren möchte, muss noch warten. Derzeit läuft das Programm als “Invite-Only BETA”.Golem.de schreibt dazu:

Google ist überraschend ins Geschäft mit Domain-Registrierungen eingestiegen.

Allerdings finde ich das kein bisschen überraschend. Die ICANN fürt seit März 2013 neue TLDs ein und neben Endungen wie .berlin, dass sich die Stadt Berlin sicherte können auch Unternehmen mit entsprechender Größe und dem nötigen Kleingeld neue TLDs beantragen.

 Goggle hat 101 neue Domains beantragt.

Goggle hat 101 neue Domains beantragt.

Und natürlich hat Google da ordentlich zugeschlagen. 101 Domains will der Konzern für sich. Darunter nicht nur die eigenen Produkte, wie “.youtube” oder “.gmail”, sondern auch “.blog”, “.game” etc.

Diese Domains müssen natürlich auch verwendbar sein und es wäre Quatsch das Registrieren und verwalten an andere zu delegieren. Und wenn man (Geschäfts-)Kunden binden möchte. Muss man auch andere Domainendungen anbieten. Ohne diese wäre eine komfortable Verwaltung mehrerer Domains sonst nicht möglich.
Ich bin nur gespannt, ob dem Unternehmen aus Mountainview nicht auch noch eine weitere Monetarisierungsmöglichkeit, durch Verschmelzung mit AdSense einfällt.

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1388 Blogposts die Minute

Am Samstag den 15.09.2012 war im Südkurier in der Rubrik Click! eine Infografik zum Thema: Was in einer Minute im Internet passiert. Unter anderem sollen 1388 Blogposts veröffentlicht werden.Daneben prangte das Logo des zu Google gehörenden Dienstes Blogger.com (siehe Bild).

Die Zahl kam mir nicht ganz richtig vor und so schrieb ich einen Leserbrief, auf den ich aber bisher noch keine Reaktion bekommen habe. Ich stelle ihn nun auch hier rein. Generell muss man mit solchen Zahln im Netz aufpassen, denn meistens sind sie viel zu hoch. Hier scheint man jedoch tiefgestapelt zu haben, oder es einfach unsauber formuliert zu haben (Formuliert man auch Grafiken?). Was meint ihr dazu und hat jemand bessere Zahlen? Schätzt ihr das ähnlich ein und was ist für euch ein Blog bzw. ein Blogpost.

Aber lest erstmal meinen Leserbrief:

Sehr geehrte Damen und Herren!
Mit großem Interesse habe ich Ihre Infografik am letzten Samstag betrachtet. Vieles erscheint plausibel und sie zeigt ganz gut wo sich das Internet heute so befindet. Trotzdem gibt es Kritikpunkte. So verstehe ich, dass man in vielen Fällen auf Schätzungen angewiesen ist, da die meisten Anbieter sich vornehm zurückhalten, wenn es um genau Daten geht. Doch wären dann auch entsprechende Quellenangaben angebracht, damit der Leser die Zahlen nachvollziehen kann. Zudem kommt, dass ich eine Zahl für vollkommen falsch halte. 1388 Blogposts sind doch ziemlich tiefgestapelt, wenn man keinerlei Einschränkungen hinsichtlich der Plattform macht. Schaut man sich die Statistiken von wordpress.com an, dann kommt man auf eine eine mittlere Veröffentlichungrate von 783 Artikel/Minute. (Erfassungszeitraum 01.07-09.09.2012). Das wären dann 56% der von Ihnen angenommen Artikeln. WordPress würde sich sicher über eine solche Reichweite freuen, realistisch ist dies jedoch nicht. Es scheint mir eher, sie haben nur Blogger.com betrachtet (dafür spricht auch das Logo des zu Google gehörenden Unternehmens). Dazu kommen aber viele andere Dienstleister + die ganzen selbst gehosteten Blogs.

So schön also dieser Überblick ist, so falsch oder eher nicht nachvollziehbar ist sie.

Mit freundlichen Grüßen Elias Kirchgässner

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Infografik: “A History of Web Standards”

vitamintalent.com hat eine Infografik zur Geschichte von Webstandards veröffentlicht. Alles in allem sehr informativ. Die Grafik hier führt zum Orginalartikel mit dem kompletten Bild.

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EU möchte Breitbandverbindungen testen

Gerade erst gab es Streit um die tatsächliche Internetgeschwindigkeit der Telekom. Und auch bei der Novellierung des  TKG streiteten sich die Parteien, um gewisse Geschwindigkeitsstandards. Leider bekam der vorgeschlagene Universaldienst keine Mehrheit.

Doch solche Diskussionen werden nicht nur auf Nationalstaatenebene geführt, denn auch die EU hat ein Interesse daran, möglichst einheitliche Voraussetzungen in den verschiedenen Mitgliedsstaaten zu schaffen.

Die Vizepräsidentin der Europäischen Komission,Neelie Kroes kündigte gestern per Twitter ein Europäisches Projekt zur Überprüfung der tatsächlichen Geschwindigkeit an.

10000 Personen sollen für 2 Jahre eine SamKnows Whitebox an das eigene Netz hängen. Pro Monat läd die Box dann 2-3GB Daten runter (unterschidliche Angaben)und schiebt 1GB auf den Testserver. Die so gewonnen Daten über Verbindungsgeschwindigkeiten werden den Freiwilligen unter http://reporting.SamKnows.com immer aktuell zur Verfügung gestellt.

Möchte man an dem Test teilnehmen, kann man sich hier registrieren. Allerdings sollte man die Vorraussetzungen beachten. Neben Selbstverständlichkeiten, wie einem vorhandenen Breitbandzugang und einer Steckdose, muss man auch Kunde eines großen Nationalen ISP sein und darf natürlich nicht für einen der getesteten Anbieter arbeiten.

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Im Netz funktioniert Datenschutz anders…

Via Lumma Bin ich auf folgenden Artikel gestoßen. Er zeigt, dass Datenschutzprobleme kein neues Facebookproblem ist, sondern schon lange Zeit im Netz existieren. Das hat vor allen Dingen etwas mit bestimmten technischen Vorraussetzungen zu tun:

Der Facebook-Like-Button oder: das Datenschutzproblem seit 20 Jahren (PrivacyImg)

Gestern tagte der Unterausschuss Neue Medien des Deutschen Bundestages. Es ging vor allem um die Datenschutzprobleme, die durch den Like-Button von Facebook verursacht werden. Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD SH) drohte Websitebetreibern gar mit Bußgeldern in Höge von 50.000 Euro, wenn auf der entsprechenden Website ein „Like“-Button eingebaut ist. Doch das, was Facebook macht, gibt es bereits seit 20 Jahren. Der Übeltäter ist ein einfaches Bild. Ein interaktives Beispiel.

PrivacyImg - Ein interaktives Beispiel. Konfiguration ueber http://tilli.me/privacyimg

Was resultiert aus diesem Beispiel: Man braucht kein Skript, um einen Nutzer zu identifizieren. Facebook oder Google jetzt für etwas anzugreifen, was schon seit Jahren technischer Standard bei der Auslieferung von Websites ist ist nicht fair. Trotzdem müssen wir eine ruhige sachliche Diskussion darüber führen und dabei auch technische Fragen nicht außer Acht lassen.

Möchte man obige Grafik irgendwo einbinden, kann man dies über folgenden Code tun:

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