Vielerorts wurde über neue Informationsquellen im Journalismus diskutiert. Zu klassischen Quellen sind neue Netzwerke wie Facebook und vor allen Dingen Twitter hinzugekommen. Französische Radiosender wagen nun ein Experiment.

Während der Proteste im Iran hatten ausländische Journalisten Arbeitsverbot bzw. waren sehr stark eingeschränkt. Über lange Strecken so stark, dass diese Quellen nur wenige Informationen liefern konnten. Nachrichtensender mussten den, von Amateuren produzierten, Nachrichten auf Portalen wie Youtube, Facebook und Twitter vertrauen und diese über den Äther schicken. Zum großen Teil waren diese Quellen deutlich zuverlässiger als herkömmliche, doch sndererseits galt es immer abzuwägen wie vertrauenswürdig ein Account eines Berichtenden war. Auf jeden Fall beeinflussen diese neunen Quellen die Arbeitsweise von Jornalisten.

Nun starteten gestern verschiedene französische Radiosender ein Experiment, um die Auswirkungen auf das Jornalistische Wirken ihrer Mitarbeiter zu testen, falls diesen nur Facebook und Twitter zur Verfügung stehen. Von fünf Sendern wurde jeweils ein Reporter auf einen französischen Gasthof geschickt. Klassische Medien sind Tabu und die Adresse wird bisher geheim gehalten, da das Medienecho erstaunlich groß ist und viele Sender wohl am liebsten Kameras direkt im Bauernhof aufgestellt hätten. Am Ende des Experiments wird die Adresse veröffentlicht und die Isolierten bekommen alle verpassten Tageszeitungen und können dann vergleichen wie genau die ihre Quellen waren. Möchte man das Projekt verfolgen und ist der französischen Sprache mächtig kann man auf dem eingerichteten Blog nachschauen: Huis clos sur le net


flattr this!