Kleines Projekt: Mapstats – Statistiken auf einer D3.js Karte

Mit dem Flugzeug beförderte Passagiere in Europa
Mit dem Flugzeug beförderte Passagiere in Europa

Ich bastel gerade an einem kleinen Projekt und versuche mich an der Visualisierung diverser Daten. Dazu verwende ich die wirklich geniale Bibliothek D3.js und habe mal mit einer Karte und europäischen Statistiken von eurostat darüber gelegt. Diese hoffe ich noch ein bisschen ausbauen zu können. Zuerst sollen noch ein paar Statistiken hinzukommen, denn bisher sind es nur Daten zum europäischen Flugverkehr.  Dann sollen interaktive Elemente einprogrammiert werden. Vermutlich werde ich da mit erstmal mit den noch nicht sonderlich hübschen Tooltips anfangen.

Die Seite ist mit Material Design Lite schon mal recht ansprechend geworden.  Und da das Projekt nur mit Open Source und Open Data arbeitet hat es auf GitHub seine Heimat gefunden.

Wer mitarbeiten möchte kann gerne mal im Repository vorbeischauen.  Das Ergebnis ist dann: Mapstats- Statistics on D3.js-maps

Was wir aus den Wikileaksveröffentlichungen lernen können

Wikileaks hat zum wiederholten Male Dokumente veröffentlicht, die als geheim eingestuft waren. Daten die auf streng geschützten Servern des US State Departments, bei Banken, beim Militär usw. liegen. Es sind Daten, die nicht einfach herumliegen, sie sind nicht öffentlich und gegen Zugriff der Allgemeinheit geschützt. Allerdings sind sie im Gegensatz zu Privatdaten dem Zugriff verschiedener Personen ausgesetzt und das müssen sie auch. Habe ich ein Dokument auf der Festplatte, dass nicht einfach gelesen werden soll – kann ich es verschlüsseln und niemand kommt dran (sofern mein Passwort und die Stärke der Verschlüsselung ausreichend ist). Das Problem bei Daten, von Behörden, Firmen, Militär usw. sind die vielen Personen die darauf zugreifen können und zugreifen können müssen.

Es bringt nichts, wenn ich Diplomatendepeschen an die Zentrale schicke, aber niemand in der Zentrale sie lesen kann. Ich muss also Zugang gewähren und jeder Zugang macht die geschützten Daten ein kleines bisschen unsicherer.

Irgendwo findet man immer einen korrumpierbaren Menschen, denn geht es nicht mit einem entsprechenden Betrag gibt es ja immer noch Erpressung und Gewaltandrohung. Habe ich also wertvolle Informationen muss ich nach Verschlüsselung den Zugang soweit wie möglich einschränken. Nur Personen die wirklich darauf Zugreifen müssen sollten das auch tun können.

Und eine weitere Möglichkeit sensible Informationen zu schützen ist deren sichere Löschung. Daten die einfach nicht mehr benötigt werden sollte man vernichten oder gar nicht sammeln. Niemand kann auf etwas Zugreifen – was nicht mehr existiert.

Umkehrschluss: Man sollte so wenig wie möglich an sensiblen Daten in digitaler (oder analoger) Form speichern und sichern.

Wenn man also die Verbindungsdaten eines ganzen Volkes auf Vorrat speichern will – macht mir das Angst. Das weckt Begehrlichkeiten. Käme irgendwie an diese Daten, könnte man perfekte Nutzerprofile anlegen. Verknüpft man das noch mit Daten aus Handyzellen hat man auch noch genaue Bewegungsprofile. Der deutsche Bürger wäre vollends Gläsern und zwar nicht nur für Ermittlungsbehörden, sondern auch für jeden anderen, der an die Daten käme.

Datenschutz fängt für mich bei Datenlöschung an. Es lohnt sich nicht das Risiko einzugehen, ein paar Internetbetrüger oder sonstige dunkle Machenschaften etwas bequemer zu ermitteln und im Gegenzug den Volksdatensatz dem Diebstahl auszusetzen.

Gespeicherte Daten sind niemals komplett sicher und einmal gestohlene Daten sind für immer verloren. Also einfach mal nicht speichern…

Update: Direkt nach Veröffentlichung dieses Artikels stoße ich auf folgenden dazu passenden: Klick

Umziehen von Last.fm auf Libre.fm

Früher habe ich den Dienst Last.fm gerne und viel genutzt. Man hat seine Hörgewohnheiten hochgeladen, um im Gegenzug Vorschläge und Empfehlungen zu bekommen. Das ging einfach wie bei einem Webradio und konnte ebenso legal mitgeschnitten werden. Doch inzwischen hat last.fm einiges an der API verändert und es ist so weniger attraktiv. Zudem kommen noch Datenschutzprobleme. Ich habe nicht volle Kontrolle über die Daten bei Last.fm und kann auch nicht deren Verkauf an dritte verhindern. Möchte man aber trotzdem ein eigenes Musikprofil erstellen und wie auch immer nutzen bietet sich der Dienst Libre.fm an.

Wenn man schon umzieht ist es natürlich schön alles mitzunehmen, damit man nicht bei null beginnen muss. Die Daten bei Last.fm sind nicht gegen maschinelles auslesen geschützt und das machen wir uns jetzt zu nutze.

Dank OMGUbuntu gibt es eine einfache Anleitung, die ich hier kurz ins Deutsche übertragen will.

  1. Programm runterladen: lastscrape-gui(Es nutzt Python und PyQt4 unter Ubuntu einfach mit

    nachinstallieren.
  2. Entpacken
  3. und dann gui.py ausführen
  4. Nun muss man den Nutzernamen eingeben und mit “Grab the scrobbled” die Musikstücke holen.

    Das kann, je nach Menge, eine ganze Weile dauern.
  5. Im neuen Fenster klickt man nach dem Holen auf Save und wechselt zum Reiter “Push”

    Daten eingeben und mit einem Klick auf “Go” Startet der Prozess!

Update: Links geändert. Es wird immer die aktuellste angezeigt