Liomans Blog - Adventhttps://lioman.de/42 ist die Antwort – aber wie lautet die Frage?Tue, 01 Dec 2009 18:28:00 +0100Ladenschluss: Pro und Kontrahttps://lioman.de/2009/12/ladenschluss-pro-und-kontra/<p><strong>*Das Bundesverfassungsgericht hat ja soeben `entschieden &lt;http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20091201_1bvr285707.html&gt;`__, dass das sehr liberale Gesetz in Berlin, welches dem Einzelhandel erlaubte an 10 Sonntagen im Jahr zu öffnen zu liberal ist.&nbsp;*</strong></p> <p>Geby von<a class="reference external" href="http://www.info-tain.de">info-tain.de</a> hat die Kontraargumente gegen eine Ladenschlussgesetz im allgemeinen geliefert und hat aufgefordert die Pros in die Kommentare zu schreiben. Ich möchte es ein wenig ausweiten und an dieser Stelle darauf&nbsp;antworten.</p> <p><a class="reference external" href="http://www.info-tain.de/ladenschluss-pro-und-kontra">Hier</a> geht es zum Artikel von&nbsp;Geby.</p> <div class="section" id="warum-ich-fur-ein-ladenschlussgesetz-bin"> <h2>Warum ich für&nbsp;ein&nbsp;Ladenschlussgesetz&nbsp;bin:</h2> <p>Ich muss vielleicht erst mal Vorweg schieben, dass ich katholisch bin und den Sonntag auch zum Gottesdienstbesuch nutze. Er ist mir deswegen besonders wichtig. Dennoch möchte ich keinerlei religiöse Argumente vorbringen, weil ich sie zum großen Teil nicht für zwingend halte. In Deutschland gilt das Prinzip der Religionsfreiheit, ich müsste also zu Gunsten von Religion<strong>en,</strong> Lebens- und Heilskonzept<strong>en</strong> so ziemlich jeden Tag in der Woche und im Jahresverlauf schützen (Zumindestens wenn ich allen in gleichen Maßen gerecht werden möchte). Dennoch gibt es eine Vielzahl von Argumenten an einer Regelung des Ladenschlusses&nbsp;festzuhalten.</p> <p>Es steht im <a class="reference external" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grundgesetz%20f%C3%BCr%20die%20Bundesrepublik%20Deutschland">Grundgesetz</a>.</p> <blockquote> <p><strong>Artikel&nbsp;139</strong></p> <p>Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich&nbsp;geschützt.</p> </blockquote> <p>Das ist eigentlich schon ein gewichtiges Argument. Wäre es vollkommen unwichtig, hätte es nicht Einzug ins <span class="caps">GG</span> erhalten bzw. wäre schon lange geändert. Möchten wir allerdings nicht daran festhalten, müssen wir eine der Grundlagen ändern, auf denen unser Staat&nbsp;steht.</p> <p>Eines der Hauptargumente gegen die Einschränkung des Einzelhandels ist die faktische Aufhebung der Sonntagsruhe in bestimmten Berufsgruppen und an bestimmten Orten. In Medizin, Gastronomie oder im Personentransportwesen (Taxi, Bus, Zug) ist es vollkommen normal, dass auch an Sonn- und Feiertagen gearbeitet&nbsp;wird.</p> <p>Allerdings aus gutem Grund: Es gibt Schlüsselpositionen, die immer besetzt sein müssen. Man kann ja schlecht Notfallpatienten verbluten lassen, weil alle Ärzte in der Kneipe sitzen und seelisch einen Erheben. Allerdings möchte man einem Restaurant wohl kaum diese Schlüsselposition zuschreiben. Dass dieses dennoch geöffnet haben darf hat den selben Grund wie die Einschränkung der Öffnungszeiten in anderen Branchen: die seelische&nbsp;Erhebung.</p> <p>Viele gestalten ihren Sonntag ganz unterschiedlich, da sie seelische Erhebung ganz unterschiedlich definieren. Die ganze Familie schick in ein Restaurant ausführen geht eben nur wenn es auch geöffnet hat. Ebenso sieht es mit der Öffnung von Sportstätten (Bundesligaspiele) oder generell Einrichtungen der Unterhaltung (Kino, Theater, Museen)&nbsp;aus.</p> <p>Aber warum ziehen wir dann die Grenze beim Einzelhandel. Wäre es nicht innerhalb des Spielraumes? Man könnte doch auch die ganze Familie mal zu einer Shoppingtour ausführen. Dies geht aber nur, wenn keiner der Familienmitglieder arbeiten muss. Und gerade der Einzelhandel beschäftigt besonders viele in Deutschland. Für ein aktives Familienleben ist es aber notwendig, dass alle am gleichen Tag frei haben. (Man könnte sich auch auf den Mittwoch einigen, aber in unserem Kulturkreis ist nun mal der Sonntag als Ruhetag historisch gewachsen. Wenn man dieses Argument mit dem der freien Gestaltung des Sonntages (&gt; seelische Erhebung) zusammenführt, kommt heraus, dass wir so viel Arbeit wie <strong>nötig</strong> freigeben müssen, aber so viel wie <strong>möglich</strong> einschränken müssen. Denn es ist unumstritten, dass es bei einer Freistellungen der Öffnungszeiten, bei der aktuellen Arbeitsplatzsituationen faktisch zu Arbeitszwängen kommt, da viele im Niedriglohnbereich des Einzelhandels gar keine Alternative&nbsp;haben.</p> <p>Und nun noch ein letztes Argument: Große Teile des Einzelhandels würden gar nicht mehr verdienen. Nur weil Sonntag geöffnet ist, isst man nicht mehr, zieht nicht mehr Kleider an oder kauft mehr Geschenke (zu Weihnachten oder Geburtstag). Mit der kleinen Einschränkung, dass Kaufhäuser an Weihnachten vielleicht wirklich ein bisschen mehr verdienen, weil sie den Weihnachtsmärkten komplett das Geschäft&nbsp;abgraben.</p> <p>So und nun freue ich mich auf die Kommentare bei mir und auf info-tain.de&nbsp;.</p> </div> LiomanTue, 01 Dec 2009 18:28:00 +0100tag:lioman.de,2009-12-01:/2009/12/ladenschluss-pro-und-kontra/Politik und GesellschaftAdventberlinbundesverfassungsgerichtBVGladenschlussPro und KontrareligionI wish you a merry ostern and a happy Faschinghttps://lioman.de/2008/09/merry-ostern-happy-fasching/<p>Heute beim Einkaufen hab ich entdeckt, dass <strong>endlich</strong> die Weihnachtsware draußen ist. Ich habe nichts sehnlicher erwartet. Es ist draußen warm, die Schwimmbadsaison ist noch nicht zu Ende und die Sommerferien sind gerade zu Ende gegangen. Dann ist doch ein Christstollen genau das&nbsp;richtige.</p> <p>Zum Verzehr geht man am Besten an den nächsten Baggersee oder einfach mal in den&nbsp;Biergarten.</p> <p>Ein altes Sprichwort besagt: <strong>*Feste soll man feiern, wie sie&nbsp;fallen.*</strong></p> <p>Der Einzelhandel hat davon wohl noch nichts gehört. Ich finde es <strong>pervers</strong>. Man kauft ja auch keine Schultüte, nur weil das Kind gerade in den Kindergarten gekommen&nbsp;ist.</p> <p>Oder bietet man einem knapp 50jährigen schon mal den ersten Rollator&nbsp;an?</p> <p>Ich glaube nicht und ich kann auch einfach nicht glauben, dass es den Umsatz ankurbelt, wenn man die Ostereier Ende Januar und die Christstollen Anfang September in die Regal&nbsp;räumt.</p> <p>Vielleicht wird es ja gekauft, das glaube ich sogar, aber kaufen die Leute dadurch mehr Kuchen? Oder lassen sie doch einfach den Zitronenkuchen im Regal stehen, wenn sie einen Christstollen&nbsp;kaufen.</p> <p>Die Evangelische Kirche hat dazu eine Aktion gestartet: <a class="reference external" href="http://www.adventistimdezember.de/">Advent ist im Dezember</a>, leider hängt die <span class="caps">EKD</span> dem Einzelhandel hinterher, während der Weihnachtswahnsinn schon Anfang September boomt, kommt die neue Homepage erst Ende&nbsp;Oktober.</p> <p>Da muss man nächstes Jahr schneller sein und vorher den mündigen Konsumenten <strong>sensibilisieren</strong>.</p> LiomanThu, 11 Sep 2008 20:00:00 +0200tag:lioman.de,2008-09-11:/2008/09/merry-ostern-happy-fasching/Politik und GesellschaftAdventAufregerHandelWeihnachten