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42 ist die Antwort - aber wie lautet die Frage?

Category: Medien (page 1 of 11)

Heuchler

Oh ihr heuchlerischen Schreiberlinge! Ihr Kleingeister – Machthungerige, die ihr euch Journalisten und Verleger nennt. Ihr schießt in allen Medien und Hinterzimmer dieser Republik aus allen Rohren, um euer überholtes Geschäftsmodell per Gesetz zu sichern. Jetzt werft ihr dem marktbeherrschenden Unternehmen Google Fouls und schmutziges Spiel vor, da dieses vor der ersten Debatte im Bundestag über euer geliebtes Leistungsschutzrecht selbst eine Kampagne gestartet hat. Dabei macht ihr seit ihr diesen Unsinn auf die Tagesordnung gesetzt habt, nichts anderes. Vielleicht ist es so, dass sich Google etwas zu sehr als Verteidiger der Freiheit hochstilisiert, aber ihr tut nichts anderes. Ihr fahrt eine Kampagne nach der anderen und euer Spiel ist so dunkel wie die Druckerschwärze mit der ihr eure einseitig tendenziöse Kommentare und Artikel an die Kioske dieser Republik bringt.

Das Internet ist nicht der Untergang des Abendlandes und Papier wird durch digitale Medien nicht komplett ersetzt werden (ebenso wenig wie das Fernsehen das Radio abgeschafft hat). Und analoge Medien sind nicht wertvoller als digitale. Wir müssen als Gesellschaft nicht mehr in Papier als in andere Datenträger investieren. Es ist nicht einfach die Form, die schon ein mit allen Mitteln schützenswertes Kulturgut darstellt, sondern es ist hauptsächlich der Inhalt. Und große Verleger und ihre Angestellten haben nicht automatisch die Deutungshoheit. Google ist nicht euer größter Feind, sondern es ist die voranschreitende Demokratisierung des Publizierens. Es macht euch Angst, dass jeder sein Verleger sein kann und man auf diesen Gatekeeper nicht mehr zwingend angewiesen ist.Denn nicht mehr der Verlag entscheidet über Wohl und Wehe am Markt, sondern der Konsument hat mehr und mehr die Macht direkt in der Hand. Und deswegen richtet sich euer Gesetz gar nicht gegen Google direkt, auch wenn ihr das wie die Kuh auf der Weide immer und immer wieder durchkaut.

Natürlich wären Dienste wie GoogleNews auch von diesem Unsinn betroffen, aber das Unternehmen wird sein Geld schon verdienen. Mit oder ohne euch! Wenn man für ein Snippet oder sogar eine Überschrift schon zahlen müsste, wird von euren schönen Artikeln in den Suchmaschinen nur ein kleiner hässlicher Link übrigbleiben. Ein analoges Beispiel gefällig? Niemand geht in einen Laden und kauft sich ein Buch, auf dem weder Klappentext noch Titel zu sehen ist, nur weil der Name des Verlags in den Einband graviert ist. Deswegen werden auch die Besuche auf euren Seiten in den Keller gehen und die Leser werden sich nach anderen zuverlässigen Quellen umschauen und sie auch finden.

Das LSR ist und bleibt ein Innovationskiller, denn kleine kreative Dienste und Plattformen würden darunter Leiden oder gar nicht erst gegründet werden und ich hoffe, dass dieser schmierige Lobbyeismus euch nur Geld kostet, aber nicht von Erfolg gekrönt wird.

Damit sich große Verleger nicht noch mehr Geld in die Tasche stecken können und die Art und Weise wie wir das Internet sehen und nutzen nicht verändert. Informiere dich über Leistungsschutzrecht bei IGEL, rede mit Freunden und Bekannten und schreibe deinem Abgeordneten im Bundestag.

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Die beiden Kandidaten für den Presidentenstuhl der USA tragen derzeit die verschiedensten TV-Duelle aus. Hier ist die Epic Rap Battle der beiden:

Den Kanal ERB kann ich übrigens nur empfehlen.

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ADELE singt den Titelsong des kommenden James Bond Filmes “SKYFALL”

ADELE wurde angeboten die Titelmelodie für den neusten Streifen mit dem smarten Doppelnullagenten zu singen. Sie hat diese Chance ergriffen und das Ergebnis kann man auf YouTube und diversen anderen Plattformen belauschen.
Mir gefällt das Lied wirklich gut und die Tatsache, dass ich das Stück schon nach zweimaligem Hören als Ohrwurm mit mir herumtrage spricht für die Qualität des Titels.

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1388 Blogposts die Minute

Am Samstag den 15.09.2012 war im Südkurier in der Rubrik Click! eine Infografik zum Thema: Was in einer Minute im Internet passiert. Unter anderem sollen 1388 Blogposts veröffentlicht werden.Daneben prangte das Logo des zu Google gehörenden Dienstes Blogger.com (siehe Bild).

Die Zahl kam mir nicht ganz richtig vor und so schrieb ich einen Leserbrief, auf den ich aber bisher noch keine Reaktion bekommen habe. Ich stelle ihn nun auch hier rein. Generell muss man mit solchen Zahln im Netz aufpassen, denn meistens sind sie viel zu hoch. Hier scheint man jedoch tiefgestapelt zu haben, oder es einfach unsauber formuliert zu haben (Formuliert man auch Grafiken?). Was meint ihr dazu und hat jemand bessere Zahlen? Schätzt ihr das ähnlich ein und was ist für euch ein Blog bzw. ein Blogpost.

Aber lest erstmal meinen Leserbrief:

Sehr geehrte Damen und Herren!
Mit großem Interesse habe ich Ihre Infografik am letzten Samstag betrachtet. Vieles erscheint plausibel und sie zeigt ganz gut wo sich das Internet heute so befindet. Trotzdem gibt es Kritikpunkte. So verstehe ich, dass man in vielen Fällen auf Schätzungen angewiesen ist, da die meisten Anbieter sich vornehm zurückhalten, wenn es um genau Daten geht. Doch wären dann auch entsprechende Quellenangaben angebracht, damit der Leser die Zahlen nachvollziehen kann. Zudem kommt, dass ich eine Zahl für vollkommen falsch halte. 1388 Blogposts sind doch ziemlich tiefgestapelt, wenn man keinerlei Einschränkungen hinsichtlich der Plattform macht. Schaut man sich die Statistiken von wordpress.com an, dann kommt man auf eine eine mittlere Veröffentlichungrate von 783 Artikel/Minute. (Erfassungszeitraum 01.07-09.09.2012). Das wären dann 56% der von Ihnen angenommen Artikeln. WordPress würde sich sicher über eine solche Reichweite freuen, realistisch ist dies jedoch nicht. Es scheint mir eher, sie haben nur Blogger.com betrachtet (dafür spricht auch das Logo des zu Google gehörenden Unternehmens). Dazu kommen aber viele andere Dienstleister + die ganzen selbst gehosteten Blogs.

So schön also dieser Überblick ist, so falsch oder eher nicht nachvollziehbar ist sie.

Mit freundlichen Grüßen Elias Kirchgässner

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Die Sendung Breitband hat Prof.Dr. Thomas Hoeren von der Uni Münster zu SOPA und den möglichen Auswirkungen für Europa interviewt. Wer nicht die ganze Sendung hören möchte kann auch nur den einen Breitbandbeitrag anhören: Alle gegen SOPA

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