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42 ist die Antwort – aber wie lautet die Frage?


Schuetzegeborene

Astrologie im FAZ-Feuilleton

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Am 6. Dezember diesen Jahres habe ich mich wirklich geärgert. Und das nur wegen einer kleinen Bildunterschrift. Auf der letzten Seite des Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stand neben einigen Artikeln über diverse Kulturschaffende unter den entsprechenden Bilder dazu: Schützegeborene treffen ins Schwarze[...] (siehe Bild links). Wie Bitte? Schützgeborene? Gehts noch? OK, erst einmal abregen. Vielleicht ist es ja gar nicht so wie es aussieht. Ein bisschen Recherche schadet nicht, aber auch nach längerem Suchen kann ich keinen Hinweis darauf finden, dass die Mütter der Künstler Schützen – weder Sport- noch im Militärschützen – waren.

Es scheint doch so zu sein, dass irgendeinem esoterisch Angehauchtem die Vernunft durchgegangen ist. Was soll den das über diese Menschen aussagen? Das Sternbild, dass zufällig am Himmel steht, wenn jemand geboren wird hat nichts für die Persönlichkeit zu bedeuten.

Das ist alles astrologischer Mumpiz, Quatsch- Bullshit – sinnloses Gebrabbel. Für einen Menschen nur ertragbar, wenn man das Laute schreien der Vernunft einfach ignoriert oder sie einfach niederschreit.

Alles gar nicht so schlimm,  reg dich ab. Die sind nun mal alle im Dezember geboren und das sollte damit ausgedrückt werden.

Dann schreibt es auch! Denn was da steht ist schlicht falsch. Und zwar ganz einfach und objektiv. Klar wenn man in irgendwelchen Klatschblatthoroskopen Tabellen schaut, steht immer Schütze für die Geburtsdaten, aber die Sonne steht da nun mal nicht. Haut man Geburtsorte und Daten in irgendein Planetariumsprogramm wie Stellarium rein sieht man immer vollgendes Bild (Zum Vergrößern klicken):

Egal bei wem der abgebildeten Menschen, die Sonne steht am Geburtstag immer im Sternbild Schlangenträger – auch wenn man ein biscchen mit der zeit spielt ändert sich nichts daran.

Der Text muss immer lauten: Schlangenträgergeborene treffen ins Schwarze: [...]

Das Wortspiel passt nicht mehr – aber es ist korrekt!

flattr this!

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  1. “So können wir Ernst Jünger zustimmen, wenn er sagt: »Der Kampf des Gelehrten gegen die Astrologie hat etwas vom Angriff gegen die Windmühlen. Er hält die Astrologie für eines der Gebäude, in deren Bauplan er bewandert ist. Er misst es an den Maßstäben der Logik und ihres Erkenntnisstils und hält es für schlecht konstruiert. Er übersieht dabei den Unterschied, der zwischen Begriff und Anschauung … und besonders den, der zwischen Wissen und Weisheit besteht.»”

    Fritz Riemann: Lebenshilfe Astrologie – Gedanken und Erfahrungen, 1976

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